Dresden: Fakten, Fehler, Konsequenzen

Es gilt, endlich neue Wege zu gehen

Durchatmen. Seit dem 13. Februar und dem verhinderten Trauermarsch in Dresden sind nun einige Tage vergangen, die erhitzten Gemüter sind ein wenig abgekühlt, der Kopf wieder klar und die Wut im Bauch ist neuem Kampfesmut gewichen. Zeit also, sich die Ereignisse dieses 13. Februar noch einmal vor Augen zu führen und daraus Schlüsse zu ziehen, um für die Zukunft daraus lernen zu können.
Erlebnisberichte von Teilnehmern der Veranstaltung gibt es mittlerweile genug. Mit den Ereignissen selbst brauchen wir uns also nicht mehr groß zu beschäftigen. Sehr wohl aber damit, was die Vorkommnisse in Dresden uns über den Zustand dieser „Republik“ aussagen, was dies für uns bedeutet und welche Konsequenzen wir daraus zukünftig zu ziehen haben.

Als Erstes gilt es festzuhalten, daß sich der „antifaschistische“ Mob an diesem Tag einmal mehr zum Sklaven und Handlanger des kapitalistischen Systems gemacht hat. Selten zuvor hat man so eine reibungslose, Hand in Hand gehende und offenkundige Zusammenarbeit zwischen Politik und Pöbel begutachten können. Dabei sollten sich die Bunten ob ihres vermeintlichen großen Sieges gegen die verhassten „Nazis“ nicht allzu sehr freuen. Denn auch sie waren an jenem Tag nur Schachfiguren im Spiel der BRD-Oberen. Und sie werden wie die Bauern im Schachspiel als Erste von diesem Regime geopfert werden, wenn dieses es für nötig erachtet.
In ihrem zutiefst destruktiven Wahn, in blinder Wut und besinnungslosem Hass haben sich die sogenannten „Linksextremisten“ an jenem Tag einmal mehr und in seltener Deutlichkeit als das erwiesen, was sie in Wahrheit sind: Die Schmeißfliegen dieses liberalkapitalistischen Systems.
Weltanschauliche Leere, der Mangel an eigenen zukunftsfähigen Konzepten wurde und wird bei den Genossen der anderen Feldpostnummer kompensiert mit blanker Zerstörungswut und triebhaftem Hass. Sie schöpfen ihre Legitimation zur Existenz nicht aus der Erarbeitung eigener politischer Konzepte, sondern ausschließlich aus einer krankhaft-pubertären „Anti“-Haltung: Gegen „Nazis“, gegen Deutschland, gegen Arbeit, gegen Alles. Diese weltanschauliche Leere macht es dem Staat recht leicht, die ach so „revolutionären“ Antifa-Truppen für seine Zwecke zu instrumentalisieren, ohne daß diese das überhaupt groß bemerken. So geschehen am 13. Februar 2010 in Dresden. Die Antifa randaliert, die Polizei schaut zu, der Staat zuckt gleichgültig mit den Schultern und die Medien applaudieren. Schöne, neue Welt…
Vor diesem Hintergrund nützt es allerdings nichts, über die Ungerechtigkeiten zu jammern, die uns am 13. Februar in Dresden widerfahren sind und die wir eigentlich seit Jahren mehr oder minder beleidigt und klagend hinnehmen. Spätestens in Dresden müßten auch dem letzten BRD-treuen „Nationalkonservativen“ die Augen aufgegangen sein: Dieser Staat hat mit Freiheit und Rechtsstaatlichkeit soviel zu tun, wie eine Kuh mit Fahrradfahren. Die Gesetze, die dieser Staat beschließt, sind das Papier nicht wert, auf dem sie gedruckt sind – denn der Staat hält sich selbst nicht daran und setzt sich über Versammlungsfreiheit, über Meinungsfreiheit und über höchstrichterliche Urteile, die diese Freiheiten zusichern, nach Belieben hinweg.
Dies ist ein Faktum und es ist zweifellos moralisch verwerflich. Aber wenn jetzt im Nachhinein, nach diesem 13. Februar, Einige voll Empörung von einem „Skandal“ sprechen, geradeso, als hätte sich die BRD an jenem Tag zum ersten Mal die demokratische Maske vom Gesicht genommen, dann können wir diesen verträumten Micheln allenfalls mit einem herzlichen „Guten Morgen und Willkommen in der Wirklichkeit!“ antworten.
Nein, das Vorgehen der Staatsmacht, Hand in Hand mit den rot-bunten Gewalttätern war nicht skandalös – es war nur folgerichtig. Und es war absehbar. Denn dieser Staat führt seit Jahren, und für jeden, der es sehen will ersichtlich, Krieg gegen sein eigenes Volk. Und zu spüren bekommen dies vor allem die, die sich als letzte verbliebene Opposition noch für eben dieses Volk einsetzen: Wir.
Wir sind die Letzten, die diesem Staat und dem liberalkapitalistischen System, das diesen Staat stützt, potentiell im Wege stehen. Wir sind die letzten wachen Vertreter des deutschen Volkes. Wir sind die Letzten, die den Bestand dieses Volkes als ethnisch gewachsene Gemeinschaft waren wollen, die seine Substanz erhalten und ihm eine Zukunft im Reigen einer Welt der 1000 freien Völker bescheren wollen. Deswegen betrachtet uns dieses System als Feind – und behandelt uns entsprechend. Daß also von BRD-Institutionen Versammlungsverbote gegen uns erlassen, von BRD-Exekutivorganen Schikanen und Repressionen gegen uns befohlen und von BRD-Medien Kübel von Dreck über uns ausgeschüttet werden, ist aus Sicht dieses Regimes nur legitim, ja sogar notwendig zur Durchsetzung der eigenen Interessen. Dessen sollten wir als nationale Opposition uns endlich bewußt werden. Wir sollten aufhören, über Ungerechtigkeiten die uns seitens dieses Staates widerfahren zu jammern und zu klagen und laut von „Skandal“ und „Schande“ zu sprechen, wenn uns Unrecht widerfährt. Spätestens seit dem 13. Februar 2010 sind die Fronten endgültig und für jeden denkenden Zeitgenossen klar und offensichtlich. Wir – gegen die Anderen. Selten zuvor war diese Konstellation so greifbar, so offensichtlich wie an diesem Tag. Und so mögen die Repräsentanten dieser Gesinnungsdiktatur gemeinsam mit ihren wohlfeilen medialen Speichelleckern und dem rotlackierten, weltanschaulich längst bankrotten Antifa-Pöbel in Jubelarien ausbrechen darüber, daß es ihnen an diesem Wochenende gelungen sei, die „Nazis“ am „Marschieren“ zu hindern. Doch sie sollten sich nicht zu früh und nicht zu lange freuen.
Ja, wir mögen an diesem Tag eine Niederlage erlitten haben. Ja, viele von uns haben sich wie die Schafe einpferchen lassen aufgrund mangelnder Koordination, mangelnder Entschlossenheit und naivem Glauben an einen Rechtsstaat, der nichts weiter ist als eine Farce. Aber auch Niederlagen können nützlich sein, wenn man aus ihnen die richtigen Konsequenzen zieht. Und die Konsequenz für uns aus diesem 13. Februar muß sein, endlich zu akzeptieren, daß uns dieser Staat derzeit nach Belieben auf der Nase herumtanzt und wir uns in Zukunft nicht mehr wie die Zirkuslöwen durch die Manege führen lassen dürfen.
Die Fronten sind geklärt. Hören wir also endlich auf, stur nach den Regeln dieses Systems zu spielen. Verlassen wir die Sackgasse der Monate vorher bei BRD-Behörden angemeldeten Versammlungen und Demonstrationen. Lassen wir uns nicht mehr von BRD-Organen die Spielregeln unseres politischen Wirkens diktieren. Dieser Staat pfeift selbst auf seine eigenen Gesetze – ja sogar auf sein sonst so hoch gepriesenes „Grundgesetz“, wenn es gegen Nationale geht. Warum also sollten ausgerechnet wir dann auf die Einhaltung dieser Gesetze pochen?
Konzentrieren wir uns lieber auf gut organisierte, öffentlichkeitswirksame, kreative Aktionsformen. Operieren wir sozusagen „unter dem Radar“ des Regimes. Auch kleine Nadelstiche können einen großen Hintern bewegen. Sie sind auf die Dauer sogar zermürbender als Großveranstaltungen, die regelmäßig an eigener Unfähigkeit und Rechtsgläubigkeit, sowie an den Tricks und Schikanen des Systems scheitern. Und sie bringen uns in direkten Kontakt mit dem Volk. Genau das ist es, wovor dieses System Angst hat.
Ja, es stimmt, wir waren zum Trauern und Gedenken in Dresden und nicht, wie die Gegenseite, um „auf den Putz zu hauen“ und Krawall zu machen. Aber auch das Recht auf Trauer und Gedenken muß manchmal erkämpft werden. Und wenn uns dieses Recht von spätpubertären Antifa-Reaktionären streitig gemacht und von korrupten Staatsorganen versagt wird, dann wird endgültig Widerstand zur Pflicht. Nicht nur vor den Gerichten, sondern auch und vor allem auf der Straße.
Deswegen: Machen wir uns frei. Seien wir kreativ. Seien wir spontan. Seien wir unberechenbar. Tauchen wir da auf, wo man nicht mit uns rechnet. Gehen wir neue Wege. Die alten führen ins Nichts. Wir haben nichts zu verlieren – zu gewinnen dagegen gibt es genug.


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