4500 deutsche Soldaten kämpfen für,, Recht“, ,,Ordnung“ und ,,Demokratie“ in Afghanistan auf Befehl der Bundesregierung. Der Krieg hat seine Opfer auf beiden Seiten gefordert und die Regierung feiert ihren Sieg über diese Terroristen.

Zurück bleibt Bürgerkrieg, ein zerstörtes Land, viele Tote und Verwundete, viele Obdachlose, viel Angst, und Menschen, welche Dinge gesehen oder ausgeführt haben, die Ihnen für immer in die Seele gebrannt wurden. Die Bundeswehr hat, laut der Süddeutschen Zeitung, nur einen Psychiater für 4500 Bundeswehrsoldaten in Afghanistan zur Verfügung. Welch jämmerliche Versorgung für deutsche Soldaten. Im Jahre 2008 wurden 226 in Afghanistan eingesetzte Soldaten wegen posttraumatischen Belastungsstörungen behandelt. Im ersten Halbjahr dieses Jahres kamen nochmal 152 Soldaten dazu. Doch wie äußert sich diese: Posttraumatische Belastungsstörung? Ein geradezu harmloses Wort für eine möglicherweise lebenslange Einschränkung. Vor allem Depressionen, Wahn-und Verfolgungsstörungen sind die häufigsten Formen der,, Posttraumatischen Belastungsstörung“. Doch das ist nur der Gipfel: Schlaflosigkeit, Agressionen, Verhaltens-und Persönlichkeitsveränderungen sowie eine erhöhte Anfälligkeit für Alkohol und Drogenmissbrauch sind oft Folgen eines unbehandelten ,,Posttraumatischen Belangen“. Oft stellen sich Erkrankungen auch erst Jahre später heraus und meist ist dies auch dann schon zu spät. Die Folge kann im schlimmsten Falle zum Selbstmord führen. Behandelt werden die Personen mit Medikamente in Psychiatrien und geschlossenen Anstalten.

Doch wie oben genannt war die Bundeswehr bereits erst in der Lage präventiv einen Psychologen nach Afghanistan zu schicken, um eben den Soldaten dieses Leid zu ersparen. Es zeigt sich, dass wir Deutsche nicht mehr als bezahlte Söldner sind und auch so behandelt werden. Während der Bundestag über Gesetze, Richtlinien und Verordnungen diskutiert, geschieht täglich unvorstellbares in Afghanistan. Welchen Wert hat der Einzelne? Kollateralschaden? Sicher, es herrscht Krieg, doch zu welchen Gunsten? Bestimmt nicht für die Opfer, egal auf welcher Seite.
karlsruher//netzwerk


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