Seit geraumer Zeit sind die Begriffe „Flucht“ und „Vertreibung“ in den deutschen Medien immer öfter auf den ersten Seiten in den Bereichen Politik zu finden gewesen und dem Leser häufiger ins Auge gestochen. Anlass ist der Streitpunkt über die Kandidatur von Erika Steinbach für einen Sitz im Beirat der Stiftung “Flucht, Vertreibung, Versöhnung”.
Steinbach, CDU-Politikerin und Diplom-Verwaltungswirtin, geboren 1943 in Rahmel im Reichsgau Danzig-Westpreußen, ist seit 1998 Präsidentin des Bundes der Vertriebenen (BdV).
Dieser Verein existiert seit dem 28. Oktober 1957 und setzt sich seit Jahrzehnten für die Interessen und Anliegen der von der völkerrechtswidrigen Flucht, Vertreibung und Aussiedlung betroffenen Deutschen ein, in deren Verlauf offiziell zwischen 1945 und 1950 über 600.000 Menschen deutscher Herkunft grausam ermordet wurden, die Dunkelziffer dürfte jedoch weitaus höher liegen.
Bereits vor der Wahl zur Präsidentin des BdV war sie Gründungsmitglied der Arbeitsgemeinschaft Freier Publizisten, Schriftsteller und Wissenschaftler im Bund der Selbständigen (BDS). Unter anderem setzt sich diese AG gegen den „epidemischen Sozial- und Asylmissbrauch“ und eine fortwährende Überfremdung der deutschen Bevölkerung ein.
Vor kurzem kündigte der harsch kritisierte Außenminister Guido Westerwelle auf einer Pressekonferenz an, Steinbach werde nicht für die Besetzung des Beirats nominiert.
Westerwelle argumentiert, Steinbachs Besetzung würde das Verhältnis zu Polen „belasten“.
Dies wird mit der lächerlichen Tatsache begründet, dass Steinbach im Jahre 1991 im Bundestag gegen die Anerkennung der Oder-Neiße-Grenze gestimmt hatte. Sie rechtfertigte ihr damaliges Votum auch mit der Aussage: „Man kann nicht für einen Vertrag stimmen, der einen Teil unserer Heimat abtrennt.“
Bei einer 2008 durch eine polnische Tageszeitung durchgeführten Umfrage, welche Person bei der polnischen Bevölkerung am meisten Angst auslöse, wurde Steinbach von 38 % der Befragten genannt und kam damit auf Platz 2. Platz 1 belegte damals der russische Ministerpräsident Wladimir Putin mit 56 %.
Am 17. November hatte der BdV aufgrund massiven Drucks durch die Bundesregierung die offizielle Nominierung Erika Steinbachs verschoben. Jedoch verlangte er von der Regierung, dass sich das Bundeskabinett bei seiner Klausurtagung am 18. November im brandenburgischen Meseberg mit dem Thema befassen solle. Doch die Präsidentin des BdV hat nicht nur Westerwelle als Gegner; auch SPD-Fraktionschef Steinmeier forderte sie vergangene Woche zum Rückzug auf, „ansonsten müsse die Bundesregierung handeln“.
An dieser Stelle sei kurz auf die schrecklichen Geschehnisse eingegangen, die in dem Zeitraum von 1945 bis 1950 in den Gebieten stattfanden, welche dem Deutschen Reich gewaltsam durch die Siegerjustiz der Alliierten entrissen wurden. Etwa 14 Millionen Deutsche und Deutschstämmige waren in Ostpreußen, Danzig-Westpreußen, Pommern, Schlesien usw. von Flucht und Vertreibung betroffen. Schätzungen nach belief sich die Zahl der Todesfälle auf über 1 Million, offiziell wird sie mit 600.000 angegeben. Als die Rote Armee viele Flüchtlingszüge einholte, wurde eine große Zahl von Frauen aller Altersgruppen vergewaltigt. Von Historikern und Wissenschaftlern wurde festgestellt, dass in diesen grausamen und barbarischen Handlungen über 240.000 deutsche Frauen und Kinder ihr Leben ließen. Hinzu kommt das Verbrechen, dass das gesamte private, öffentliche und kirchliche Eigentum der Ost- und Sudetendeutschen ohne Entschädigung beschlagnahmt und enteignet wurde.
Durch die Aufnahme von über 12 Millionen Ost- und Sudetendeutschen verdoppelten sich in vielen Bundesländern der Bundesrepublik Deutschland, der DDR und Österreich die Bevölkerungszahlen. Dies wurde ein sehr schwieriges Unterfangen für das deutsche Volk, da das Überleben der Vertriebenen angesichts des schweren Mangels an Nahrung und Verpflegung nicht gewährleistet war. So kam es dazu, dass es nach 1946 besonders viele Todesfälle von kleinen Kindern, Alten, sowie kranken Menschen infolge von Unterernährung und Infektionskrankheiten gab.
Es kann nicht sein, dass eine Person, die sich für die Erinnerung und für ein würdiges Gedenken an diese Menschen einsetzt, durch massive Unterdrückung der Regierung in die Ecke gedrängt wird und sich völlig hilflos fühlt. Dies ist ein weiterer Beweis für die unfassbare Ungerechtigkeit des herrschenden Systems und sollte ein Ansporn für einen jeden von uns sein, nicht länger zuzusehen, sondern aufzustehen und die Stimme zu erheben!
Reiht euch ein in den Kampf für Gerechtigkeit, Freiheit und Stolz – für unser deutsches Vaterland!


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